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Connected Roads

Vernetzte Fahrzeuge

Durch die V2X‑Kommunikation (Vehicle-to-Everything) tauschen vernetzte Fahrzeuge Echtzeitdaten aus, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, das Verkehrsmanagement zu verbessern, ein effizientes Mautsystem zu ermöglichen und den Fahrkomfort insgesamt zu steigern.

Moderne Fahrzeuge sind keine isolierten Maschinen mehr – sie sind digitale, sensorgesteuerte, vernetzte Plattformen. Vernetzte Fahrzeuge (Connected Vehicles, CV) kommunizieren drahtlos mit ihrer Umgebung, um die Sicherheit, die Verkehrseffizienz und  das Fahrerlebnis zu verbessern. Im Zentrum dieses Ökosystems stehen zwei zentrale Kommunikationskonzepte: 

  • V2X: Vehicle to everything (“Fahrzeug-an-alles”)  
  • V2N: Vehicle to network (“Fahrzeug-zu-Netzwerk”) 

Beide Konzepte basieren auf GNSS, während V2X es einem Fahrzeug über kurzreichweitige Peer-to-Peer-Kommunikation ermöglicht, direkt mit seiner unmittelbaren Umgebung zu interagieren – einschließlich anderer Fahrzeuge, Infrastruktur und Fußgänger –, hauptsächlich zur Unterstützung der Echtzeitsicherheit und der lokalen Verkehrseffizienz. 

Im Gegensatz dazu verbindet V2N das Fahrzeug mit dem Mobilfunknetz (4G/5G/6G), um auf Cloud-Dienste, Ferndiagnosen und kontinuierliche Datenintelligenz zuzugreifen. Während V2X auf ultraschnelle Latenz, lokale und sicherheitskritische Interaktionen ausgelegt ist, bietet V2N eine hohe Bandbreite und großflächige Konnektivität für Navigation, Updates und Flottenmanagement. 

Aufgrund notwendiger physischer Straßeneinheiten kann V2X auch ohne Mobilfunkabdeckung betrieben werden, während V2N vollständig von der Verfügbarkeit und Qualität des Netzes abhängt. Darüber hinaus ermöglicht V2N eine flexible Umsetzung sowohl durch punktbasierte Anwendungsfälle über virtuelle RSUs als auch durch streckenbasierte Anwendungsfälle mittels kontinuierlicher Konnektivität. 

Gemeinsam bilden beide Technologien ein komplementäres System, das vollständig vernetzte, datengetriebene und zunehmend automatisierte Mobilität ermöglicht. 
Für Straßenbehörden und nationale Verkehrsministerien, die ihre strategische Zukunft planen, ist die vernetzte Fahrzeugtechnologie eine der wichtigsten Innovationen, die integriert werden sollten. Vernetzte Fahrzeuge stellen eine Schlüsseltechnologie dar, die sowohl das Verkehrsmanagement als auch die Mauterhebung unterstützen und einen zentralen Baustein moderner, datengetriebener Verkehrssysteme bilden. 

Die Vernetzung von Fahrzeugen ermöglicht es, Informationen über Kollisionen, Bremsvorgänge, Fußgänger und Radfahrer auszutauschen und unterstützt Fahrer sowie Insassen dabei, Fahrentscheidungen sicherer und effektiver zu treffen. In Kombination mit Sensoren und Kameras unterstützt die moderne Fahrzeugvernetzung eine wachsende Zahl innovativer Produkte und Dienstleistungen, die die Mobilität im Hinblick auf mehr Sicherheit und Komfort verbessern. 

Connected Vehicles EcoTrafiX

Im Verkehrsmanagement kombinieren vernetzte Fahrzeugsysteme Echtzeit-Verkehrsinformationen, Fahrzeugdaten und Vorfallberichte, um die Fahrer proaktiv vor potenziellen Gefahren zu warnen. Sie helfen, Unfälle zu verhindern, Sicherheit und Effizienz zu verbessern und bessere Fahrentscheidungen zu unterstützen. Darüber hinaus ist es auch möglich, Notfalldiensten und öffentlichem Verkehr Priorität zu geben, Ampeln an Kreuzungen zu optimieren und den Verkehrsfluss sowohl in städtischen als auch in überstädtischen Umgebungen deutlich zu erleichtern. 

Je nach gültigem gesetzlichen Rahmen können dieselben Konnektivitäts- und Kommunikationstechnologien auch für Mautanwendungen genutzt werden. 

Lösungen rund um vernetzte Fahrzeuge 

Durch die Verknüpfung vernetzter Fahrzeuge mit fortschrittlichen Datenerfassungs- und -verarbeitungsplattformen am Netzwerkrand (Edge) und in der Cloud nutzt Kapsch TrafficCom CV, um Echtzeit-Verkehrsmanagementlösungen sowie automatisierte, effiziente und dynamische Mauterhebungslösungen bereitzustellen. 

In der Stadt: Vernetzte Fahrzeuge erhöhen Sicherheit, Effizienz und Komfort  

cv city icon

In städtischen Umgebungen machen vernetzte Fahrzeuge die Straßen sicherer, umweltfreundlicher und weniger überlastet. Mit ihnen können Stadtverwaltungen den Stau dynamisch steuern, um den Verkehrsfluss zu optimieren, wenn sich die Straßenverhältnisse ändern.  

Sie ermöglichen beispielsweise Prioritäts- und Vorrangsysteme. Diese nutzen die von CVs bereitgestellten Daten, um den Verkehrsfluss durch Ampeln zu optimieren, indem sie ihre Fahrzeiten anpassen und öffentlichen Verkehrsmitteln oder Einsatzfahrzeugen Vorrang geben. Sie können Fahrern auch Informationen geben, die darauf ausgelegt sind, ihre Reise schneller und reibungsloser zu gestalten. Dies kann Hinweise auf die optimale Geschwindigkeit umfassen, um die Ampeln zu erreichen, wenn sie grün schalten, sowie Warnungen vor Signalverstößen. 

Auf Autobahnen: Zukunftssichere Technologiesysteme können mit vernetzten Fahrzeugen zusammenarbeiten, um das gesamte Straßennetz zu steuern  

cv highway icon

Zwischen Städten konzentrieren sich die Einsatzbereiche für CVs vor allem auf zeitnahe Informationen an die Fahrer direkt im Fahrzeug - zB um Staus zu vermeiden, Vorfälle wie zB Arbeitszonen oder herangehende Einsatzfahrzeuge ankündigen und andere Bedingungen, die ihre Route beeinflussen, in Echtzeit mitzuteilen. Selbst Autofahrer ohne C-ITS-Fähigkeiten profitieren von intelligenten Autobahnen, die mit fortschrittlichen Sensoren und Kommunikationssystemen ausgestattet sind, die Echtzeit-Updates zum Verkehrsfluss, Geschwindigkeitsvorschriften und potenziellen Gefahren senden. Eine solche Infrastruktur trägt zu sichereren Fahrten, reibungsloserem Verkehr und verbesserter Netzeffizienz bei. Im Laufe der Zeit unterstützen diese Systeme auch ein proaktiveres Verkehrsmanagement und ein verbessertes Reiseerlebnis. 

Mautzahlung: Vernetzte Fahrzeuge versprechen eine einfachere und leistungsfähigere Lösung zur Finanzierung des Straßennetzes 

cv tolling

Da Konnektivität zunehmend in Fahrzeuge und straßenseitige Infrastruktur integriert wird, entsteht eine erhebliche und schnell wachsende Chance, Mautfunktionen direkt in das C-ITS-Ökosystem einzubinden. Diese Ansätze vereinfachen die Systemimplementierung und -konfiguration erheblich und reduzieren letztlich die Komplexität der Infrastruktur sowie die damit verbundenen Kosten. 

Durch die Nutzung bestehender Kommunikationsrahmenwerke – einschließlich direkter V2X-Interaktionen und Vehicle-to-Network-(V2N)-Verbindungen zu Mobilfunknetzen und Cloud-Diensten – können Behörden die Umsetzung beschleunigen und gleichzeitig die operative Flexibilität erhöhen. Während die EU-Richtlinie zur Interoperabilität von Mautsystemen derzeit den Einsatz der ITS-G5-Technologie für Mautanwendungen ausschließt, wird für den U.S. Highway Trust Fund – zuständig für die Finanzierung der Straßeninfrastruktur – bis 2035 ein Finanzierungsdefizit von nahezu 280 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Diese Lücke verstärkt die Suche nach nachhaltigen, technologiegetriebenen Modellen für nutzungsabhängige Straßenbenutzungsgebühren. 

Kapsch TrafficCom hebt sich als einziger Anbieter in Nordamerika ab, der sowohl funkfrequenzbasierte (RFID) als auch V2X/V2N-basierte Mauttechnologien anbietet. Diese einzigartige Fähigkeit positioniert das Unternehmen an die Spitze des Wandels hin zu vernetzter und zunehmend autonomer Mobilität. 

Unsere Vision für die Zukunft: eine vollständig integrierte, datengetriebene digitale Mobilitätsinfrastruktur  

Vernetzte Fahrzeuge vereinen die grundlegenden Elemente aller Mobilitätslösungen – Daten und Kommunikation. Diese Kombination ist außerordentlich leistungsfähig und ermöglicht die Vorstellung eines konvergenten und einheitlichen Ökosystems, das die Grenzen zwischen Verkehrsmanagement und Mauterhebung auflöst. 

Der Wandel ist bereits im Gange. Die Technologie vernetzter Fahrzeuge verbessert bestehende Verkehrs- und Mautlösungen und ermöglicht agilere, skalierbarere und kosteneffizientere digitale Infrastrukturen, die mit weniger physischer Hardware auskommen. Daten werden sicher vom Fahrzeug in die Cloud übertragen und unterstützen Echtzeitanalysen bzw. ermöglichen Vorhersageerkenntnisse. 

Die Richtung ist klar: eine vollständig integrierte, datengetriebene digitale Mobilitätsinfrastruktur. Auf diesem Weg müssen Behörden bestehende Fahrzeugsysteme verwalten und gleichzeitig neue Technologien wie C-ITS, V2X und autonomes Fahren integrieren. 

Kapsch TrafficCom gehört zu den wenigen Unternehmen mit nachweislicher Erfahrung bei der Implementierung von C-ITS sowohl im Verkehrsmanagement als auch in der Mauterhebung – und zu den noch wenigeren, die in der Lage sind, Verkehrsmanagement-, Maut- und Connected-Vehicle-Lösungen durchgängig zu integrieren. Diese belegte Erfolgsbilanz, kombiniert mit einer klaren strategischen Ausrichtung, macht Kapsch TrafficCom zu einem überzeugenden Partner für Behörden, die sich in Richtung einer vernetzten und automatisierten Verkehrszukunft entwickeln. 

Beschleunigte Umsetzung durch Connected Vehicles 

Traditionelle Projekte im Bereich der Verkehrsinfrastruktur basieren häufig auf umfangreichen physischen Installationen und langen Umsetzungszyklen. Die Technologie vernetzter Fahrzeuge erleichtert den Übergang hin zu digitaler Infrastruktur, die durch Software, Datenplattformen und Konnektivität intelligenter wird und gleichzeitig die Abhängigkeit von straßenseitiger Hardware reduziert. 

Dieser softwarezentrierte Ansatz ermöglicht es, neue Anwendungsfälle schrittweise einzuführen, Lösungen an sich verändernde Straßenbedingungen anzupassen und Dienstleistungen entsprechend der steigenden Nachfrage zu skalieren. Dadurch reduzieren Connected-Vehicle-Lösungen die Komplexität, verkürzen die Implementierungszeiten und verbessern die Markteinführungszeit für innovative Verkehrs- und Mobilitätsdienste erheblich. 

Vernetzte Fahrzeugkommunikation 

Der Technologie-Stack von Kapsch TrafficCom integriert vernetzte Fahrzeuge in unsere Portfolios für Verkehrsmanagement und Mauterhebung. Wir unterstützen sowohl kurzreichweitige (5,9 GHz) als auch netzwerk-basierte Kommunikationslösungen, wodurch unser Ansatz kommunikationsagnostisch ist. 

  • V2X physische Straßeninfrastruktur

    Unser Portfolio umfasst ITS-G5, C-V2X und Dual-Mode-Straßenfahrzeuge. Diese bieten kurzreichweitige, ultra-latenzarme drahtlose Kommunikation zwischen Infrastruktur und Fahrzeugen. Unsere offene Benutzeroberfläche und modulare Architektur ermöglichen eine skalierbare und zukunftssichere RIS-9x60-Plattform. 

  • V2X virtueller Infrastruktur 

    Wo keine physische straßenseitige Infrastruktur verfügbar ist, ermöglicht unsere virtuelle Roadside-Plattform die bidirektionale Kommunikation zwischen vernetzten Fahrzeugen und unseren Verkehrsmanagementlösungen. Dadurch wird die Abdeckung kooperativer ITS-Systeme erweitert und ein sicherer und zuverlässiger Nachrichtenaustausch über dedizierte PKI-/SCMS-Dienste ermöglicht. 

  • V2X-Bordausrüstung 

    Unser Portfolio umfasst ITS-G5, C-V2X und Dual-Mode-Onboard-Einheiten (OBU), die schrittweise in das Fahrzeugsystem integriert werden.  

  • EcoTrafiX-Plattform

    Wir bieten eine cloudbasierte oder lokal betriebene modulare Plattform zur Verwaltung und Überwachung der Connected-Vehicle-Umgebung sowie zur direkten Kommunikation von Straßenbehörden mit vernetzten Verkehrsteilnehmern. Eine intuitive Visualisierung zentraler Informationen ermöglicht es Verkehrsmanagern, Ereignisse in Echtzeit zu überwachen und standardisierte ITS-Nachrichten zu erstellen. Dadurch entsteht ein vollständig interoperables intelligentes Verkehrssystem. 

Vorteile unserer Lösungen

  • Hohe Skalierbarkeit

    Durch die Nutzung gemeinsamer V2X/V2N-Infrastruktur können Behörden das Verkehrsmanagement und die Mautsysteme zu einem einzigen, adaptiven System harmonisieren – was die Einführung beschleunigt, die OPEX senkt und das Kundenerlebnis verbessert. 

  • Nutzerzugang & -akzeptanz  

    Neue und innovative Möglichkeiten zur Interaktion mit Kunden, während Verkehrsmanagementanwendungen den Verkehrsfluss für Fahrer in Städten und im ganzen Land optimieren und Mautanwendungen vollständig nahtlos funktionieren. 

  • Standardisierung

    Harmonisierung aller bestehenden und zukünftigen Methoden zur Fahrzeugerkennung 

  • Leistungskennzahlen auf Plattformebene 

    Konsistente Leistungskennzahlen, die auf Transaktionsebene gemessen werden, unabhängig von der Erkennungsmethode 

  • Niedrigere Betriebskosten (OPEX) 

    Reduzierung der gesamten Betriebskosten sowie der Zeit für die Einführung neuer Technologien. 

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